
Wenn Du einen schönen Rasen haben möchtest, solltest Du darauf achten, ihn regelmässig zu mähen. Spätestens alle 2 Wochen ist dies fällig. Darauf achten, dass Du nicht zu tief schneidest, denn sonst wird der Rasen bei heissem Wetter schnell dürr. Wenn wöchentlich gemäht wird und es nicht stört, kannst Du den Rasenschnitt liegen lassen, denn er dient auch als natürliche Düngung. Rasen mähen kann man mit verschiedenen Rasenmähern. Im Hausgarten kommt meist der Sichelmäher mit Elektro- oder Benzinmotor zum Einsatz. Hier wird das Gras mit einem balkenförmigen Messer abgeschlagen. Für kleine Flächen genügt auch ein Handrasenmäher, ein sogenannter Spindelmäher. Wenn die Messerspiralen gut geschliffen sind, ist dies eine sehr schonende Art den Rasen zu mähen. Auch für englischen Rasen (z.B Golfplatz) wird mit Spindelmähern gemäht, hier einfach etwas grösser und motorisiert. Während den heissen Sommermonaten darauf achten, den Rasen etwas höher zu schneiden, da sonst das Gras abstirbt, wenn es länger trocken ist.

Wie alle anderen Pflanzen braucht auch Rasen Nahrung. Hier haben wir die Wahl zwischen Langzeit- oder Kurzzeitdünger. Langzeitdünger hat den Vorteil, dass man ihn nur einmal, im Frühjahr, ausbringen muss. Dies ist für den Hausrasen eine ideale Form und genügt dessen Ansprüchen vollauf. Für Sportrasen muss oft spezifisch nachgedüngt werden, deshalb verwendet man hier oft Kurzzeitdünger die schnell, aber nur kurze Zeit wirken. Auch gegen Moos ist Dünger eine gute Waffe, denn Moos liebt keine gut genährten Böden. Auch etwas Kalk kann hier gute Dienste leisten.

Wenn der Rasen einmal 3-5 Jahre alt geworden ist, wird die Rasennarbe (Oberste Wurzelschicht)zu dicht, so dass sich die Pflanzen nicht mehr so gut entwickeln können. Dann wird es Zeit den Rasen zu verticutieren. Hier wird mit paralell laufenden Messern maschinell, oder von Hand, die Rasennarbe zerschnitten und die verfilzten Teile entfernt. Danach Sand / Erdemischung oberflächlich dünn verteilen und einschwemmen. Falls nötig an schwach gewachsenen Stellen etwas Rasen nachsäen, damit der Rasen sich überall gut entwickeln kann. Im Hausrasen genügt diese Massnahme meist, um den Rasen im Schwung zu halten. Für Sportrasen wird von Zeit zu Zeit der Rasen zusätzlich aerifiziert. Hier werden kleine Zapfen aus dem Boden geschnitten, die dann mit einer Sand / Erdemischung aufgefüllt werden. Dies wird gemacht, um die verdichteten Böden wieder mit Luft zu versorgen, damit das Gras sich wieder gut entwickeln kann. Diese Arbeiten können im April / Mai, oder August / September erledigt werden.

Wenn Du einen Rasen und keine Wiese haben möchtest, kommst Du um Unkrautvertilger kaum herum. Unkräuter vermehren sich meist durch umherfliegende Samen, welche sich dann im Rasen breit machen. Es gibt spezielle, selektiv gegen breitblättrige Pflanzen wirkende Unkrautbekämpfungsmittel, welche für den Einsatz im Rasen besonders gut geeignet sind. Auch zur Moosbekämpfung gibt es spezielle Mittel, welche sich aber meist erübrigen, wenn genügend Dünger oder auch etwas Kalk verabreicht wird.

Da für Rasen meist eine durchlässige Humusschicht verwendet wird, kann es in den heissen Sommermonaten nötig werden, den Rasen zu wässern. Dies geschieht am besten am Abend oder in den frühen Morgenstunden, da es dann nicht mehr so heiss ist und weniger Wasser durch Verdunstung verloren geht. Je nach Fläche des Rasens geht dies am besten mit einem Rechteckregner, der entsprechend dem Bedarf leicht umplatziert werden kann. Die leistungsfähigen Kreisregner eignen sich nur für grosse Flächen.