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Beeren



Allgemeine Hinweise

Nach den Wintermonaten brauchen auch Beeren frische Nahrung im Boden, damit sie auch einen guten Ertrag bringen. Dazu eignet sich ein spezieller Beeren und Obst Dünger (z.B. Hauerts Beeren und Obstdünger), der eine auf diese Arten abgestimmte Nährstoffzusammensetzung aufweist. Auch gut gelagerter Mist oder auch Kompost werten den Nährstoffgehalt des Bodens auf.


Erdbeeren

erdbeeren

Feine rote, süsse Erdbeeren sind eine Bereicherung für jeden Garten. Es gibt einmaltragende früher oder später reifende Sorten und immertragende Sorten. Sobald die Pflanzen blühen, empfiehlt es sich das Beet zwischen den Pflanzen mit Stroh oder Mulch abzudecken, damit die Früchte nicht schmutzig werden und in Regenperioden faul werden. Nach der Ernte kann dieser wieder enfernt oder beim lockern des Bodens eingearbeitet werden. Für weniger aufwendige Pflege gibt es auch eine Kreuzung zwischen Walderdbeeren und Gartenerdbeeren, die als Bodendecker eine Böschung oder sonst eine Ecke zieren und anspruchslos sind. Gepflanzt wird bei einmal tragenden Sorten Ende Juli bis Ende August mit Setzlingen, vorzugsweise vom Gartenfachgeschäft. Die mehrmals tragenden Sorten werden im März / April oder August / September gepflanzt.


Himbeeren

himbeeren

Bei Himbeeren gibt es zwei, unterschiedlich zu pflegende Arten. Die erste ist die an einjährigen Ruten Früchte tragende Sorte Blissy (Autumn Bliss). Sie trägt erst Mitte bis Ende August Früchte und ist sehr anspruchslos. Hier werden nach der Ernte alle Ruten bodeneben abgschnitten. Im neuen Jahr wachsen neue Ruten und alles beginnt wieder von vorne. Die andere Art trägt erst an den zweijährigen Ruten Früchte und reift meist im Juli. Hier gibt es auch Sorten ohne Stacheln an den Ruten. Nach der Ernte dürfen nur die abgetragenen Ruten entfernt werden. Die neu gewachsenen Ruten regelmässig hochbinden, damit sie schön gerade wachsen und sich gut entwickeln. Himbeeren pflanzt Du am besten in einzelne Reihen, zwischen mit Draht bespannten Pfählen. Der Pflanzabstand beträgt in der Reihe 40-50 cm und zwischen den Reihen 180-220 cm. Himbeeren pflanzt Du mit Vorteil Ende August bis Ende September in eine nicht zu schwere, mit Kompost und Torfersatz aufgearbeitete Erde. Jährlich nur mit Kompost abdecken. Keine Himbeeren an Orte pflanzen, wo bereits welche gestanden haben. Der grösste Feind der Himbeere ist die Rutenkrankheit, welche die ganzen Pflanzen in Kürze dahinraffen kann. Vorbeugende Behandlungen mit geeigneten Pflanzenschutzmitteln sind sehr zu empfehlen. Nur Blissy ist immun gegen diese Krankheit und daher in naturnahen Gärten sehr zu empfehlen.


Brombeeren, Taybeere

brombeeren

Brombeeren sind dankbare, aber viel Platz belegende Pflanzen, die wie Himbeeren an 2m hohen Pfählen mit 4 horizontalen Drähten gezogen werden. Der Pflanzabstand beträgt in den Reihen für aufrechte Sorten 100-150 cm, für rankende Sorten 300-400 cm und zwischen den Reihen 180-220 cm. Brombeeren tragen an einjährigen Ruten Früchte. Im Frühjahr werden die abgetragenen Ruten entfernt und die neuen Triebe aufgebunden. Sie gedeihen auch an halbschattigen Plätzen. Es gibt auch dornenlose Sorten, die allerdings einen sonnigen Standort brauchen, wenn die Früchte süss sein sollen. Auch hier wird mit Vorteil zur gleichen Zeit wie bei der Himbeere gepflanzt. Die Erntezeit reicht von Juli- September. Die rote Taybeere ist eine Kreuzung zwischen Himbeere und Brombeere und hat ein neues, köstliches Aroma.


Johannisbeeren, Jostabeere, Stachelbeeren

johannisbeeren

Johannisbeeren gibt es als rote, schwarze und gelbe Sorten. Dieser im Juli bis August reifende Strauch braucht einen sonnigen Standort, da er sonst nur saure Früchte trägt. Gepflanzt wird am Besten im September in ein mit Torf (Ersatz) und oder Kompost vorbereitetes Pflanzloch. Die Verzweigungsstelle sollte etwas eingegraben werden, damit die Jungtriebbildung gefördert wird. Der Pflanzabstand beträgt 150 x 150 cm. Triebe im ersten Jahr um 1/3 bis 1/2 einkürzen. Ab dem dritten Standjahr 1-2 alte Triebe zugunsten gleicher Anzahl Neutriebe entfernen. Überzählige Jungtriebe werden entfernt. Nach dem ersten Jahr im Herbst mit Mist oder Kompost abdecken. Bei schwarzen Johannisbeeren eine andere Sorte dazupflanzen, damit eine bessere Kreuzbestäbung und damit eine bessere Ernte gewährleistet ist. Die Jostabeere ist eine Kreuzung zwischen schwarzen Johannisbeeren und Stachelbeeren und erreichen die Grösse von kleinen Stachelbeeren, sind schwarz und süss. Josta- und Stachelbeeren sind gleich zu pflegen wie Johannisbeeren.


Heidelbeeren, Preiselbeeren

heidelbeeren

Heidelbeeren sind Moorbeetpflanzen und verlangen einen sauren Boden, aus Torf, verrottetem Rindenkompost, Torfersatz oder einer fertigen, im Handel erhältlichen Moorbeeterde bestehend. Vorteilhaft wird dies an einer leichten Hanglage oder Böschung erstellt, da hier der Kalkzufluss schwieriger ist. Untergrund mit Vlies (keine Folie verwenden, damit ein guter Wasserabfluss gewährleistet ist) abdecken und auf der tiefergelegenen Seite eine Stein- oder Holzmauer erstellen. Mit mindestens 50 cm Moorbeetmischung auffüllen. Auch eine halbschattige Lage reicht gut aus. Ideale Begleitbäume sind Eichen und Kiefern (Pinus) in Arten, da fallendes Laub und Nadeln saure Erde produzieren. Beim Pflanzen unbedingt darauf achten, dass die Wurzelballen gut durchnässt sind. Jährlich dürres Laub und Äste ausschneiden und im März mit Rhododendrondünger düngen. Heidelbeeren gibt es in 2 verschiedenen Arten, der Kultur- und unserer einheimischen Heidelbeere. Erstere wird bis zu 200 cm hoch und hat Früchte mit weissem Fleisch, die einheimische Art dagegen wird nur 40- 50 cm hoch und hat Früchte mit färbendem Saft. Die Reifezeit reicht von Juli bis August. Preiselbeeren haben rote Früchte, werden 20-25 cm hoch (Bodendecker) und die Beeren reifen Ende September bis Oktober. Die Pflege ist gleich wie die der Heidelbeeren. Pflanzabstand Kulturheidelbeeren 110 x 110 cm, für die anderen Arten 25 x 25 cm.


Zuletzt geändert am 01. 08. 2006 01:22:12
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