Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hier um holzbildende Gewächse in meist
höher wachsender Form. Es gibt Sträucher, die meist eine geringe Stammbildung
aufweisen, vom Boden her neue Triebe bilden und kaum höher als 5 m werden. Bäume
haben meist eine ausgeprägte Stammbildung und werden meist mehrere Meter hoch. Hier gibt
es noch die laubabwerfenden und immergrünen Arten (Nadelbäume) zu erwähnen.
Bei der Pflanzung ist es wichtig zu beachten, wie gross ein Gehölz im ausgewachsenen
Zustand wird. Vielerorts werden Gärten angelegt, deren Bepflanzung viel zu eng geplant
wurde, oder die Pflanzen kleiner wachsend eingeschätzt wurden.
Pflege:
Meist ist im Winter, wenn keine Frostperiode herrscht, die richtige Zeit um Gehölze
zurückzuschneiden. Falls grosse Bäume über ihre Sollhöhe wachsen,
ist ein rechtzeitiger Rückschnitt sehr ratsam, da spätere, radikale Aktionen
meist nicht sehr dekorativ aussehen. Bei Nadelbäumen ist dies meist nicht möglich
aufgrund deren Wuchsform. Hier schon beim Kauf darauf achten, eine kleinere Wuchsform zu
wählen, die dem Standort entspricht. Bei Blütensträuchern lichtet man im
Winter aus und schneidet nach der Blüte nochmals aus, damit die meist am zweijährigen
Holz blühenden Pflanzen sich wieder gut entwickeln können.
Pflanzung:
Eine genügend tiefe Humusschicht ist Ausgangslage für eine gute Entwicklung der
Pflanzen. Auch dem Untergrund sollte einige Aufmerksamkeit gewidmet werden, denn nicht alle
Pflanzen ertragen eine feuchte Lage, andere wiederum keine Trockenheit. Das Pflanzloch etwas
grösser als der Wurzelballen ist wählen und den Aushub mit gut verrottetem Kompost,
Torfersatz oder Rindenkompost mischen. Die Pflanze nun in die Pflanzgrube stellen, Pfahl, falls
nötig, einschlagen und mit dem Aushub auffüllen. Gegen aussen einen erhöhten Rand
formen und das ganze gut einschwemmen.
Unten stelle ich Dir einige schöne Arten etwas vor.

Buddlejaceae
Anspruchsloser Strauch, der mit seinen duftenden Blüten unzählige Schmetterlinge und andere Insekten anlockt. Im Bild ist die wilde Form zu sehen. Es gibt viele Sorten in den Farben weiss, rosa- lila und violett im Handel zu kaufen.
Als Solitärstrauch sehr schön, aber auch in Naturhecken verwendbar.
Die Ursprungsform stammt von China und ist in Europa und Kalifornien verbreitet.
- 250 cm
Juli- Oktober
Diese Pflanze liebt einen warmen und sonnigen Standort.
Damit die Pflanze jährlich üppig blüht und sich gut entwickelt, ist ein starker Rückschnitt im Frühjahr zu empfehlen. Die Pflanze ist etwas frostempfindlich und friert in kalten Wintern stark zurück, treibt aber immer wieder stark aus. Sie ist sehr trockenheitsresistent.
Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge oder Aussaat.
keine

Pinaceae
Fichten sind in unseren Wäldern ein wichtiger Bestandteil auch als Nutzholz. Für den Garten gibt es sehr schöne Sorten, die sich zu malerischen Solitärpflanzen oder Gruppen entwickeln können. Auch viele kleine Sorten sind im Garten mit eher knappem Platzangebot sehr schöne Gestaltungselemente.
Als Solitärpflanzen und je nach Art auch für Hecken oder Abdeckungen.
Europa
80- 2000 cm
April- Mai
Diese Pflanze liebt einen sonnig- halbschattigen Standort.
Fichten sind Flachwurzler und lieben einen humosen, nicht allzu trockenen Boden. Ansonsten anspruchslos.
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat.
keine

Betulaceae
Schöner Zier- und Nutzstrauch, der fast überall wächst und fast ebenso breit wie hoch werden kann. Es gibt auch etliche Sorten davon. Die Sorte 'Contorta' ist als Zapfenzieherhasel bekannt und die Sorte 'Aurea' gefällt mit ihrem golfarbenen Laub. Die Art maxima 'Purpurea' kennen wir als Bluthasel mit dunkelrotem Laub. Die Früchte sind essbar, reifen im September und es gibt auch spezielle Kultursorten im Handel, welche grössere Früchte haben.
Als Solitärstrauch sehr schön, aber auch in Naturhecken wertvoll.
Europa
- 500 cm
Februar- April
Diese Pflanze liebt einen sonnig- halbschattigen Standort.
Sehr anspruchslos. Bei alten Pflanzen darauf achten, einzelne Triebe herauszuschneiden, damit die Pflanze nicht überaltert.
Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge oder Aussaat.
keine

Anacardiaceae
Der Perückenstrauch verdankt seinen Namen der wie eine Perücke aussehenden Fruchtstände über seinem Laub. Er wächst breitbuschig und sieht vor allem als rotlaubige Sorte sehr schön als Solitärstrauch aus. Die endständigen Blütenrispen sind gelblich und die Fruchtstände rot gefärbt. Die Grundart ist jedoch grünlaubig.
Als Solitärpflanzen.
Europa, Östlicher Mittelmeerraum, Westasien bis China
- 300 cm
Juni- Juli
Diese Pflanze liebt einen sonnigen, warmen Standort.
Liebt einen humosen Gartenboden und braucht einen warmen Standort. Gute Trockenresistenz ist ebenfalls eine willkommene Eigenschaft, die der Perückenstrauch erfüllt. Wird fast ebenso breit wie hoch, deshalb genügend Platz einplanen.
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat oder Stecklinge.
keine

Pinaceae
Die eher gedrungenen breit wachsenden Fächerahorne verbreiten mit ihrem kleinen, vielfach feingefiedertem Laub einen besonderen Charme. Die Herbstfärbung ist wie bei allen Ahornarten ein spezielles Ereignis und sehr sehenswert. Die Blüten- und Fruchtstände sind je nach Sorte auch ein spezieller Blickfang.
Als Solitärpflanzen oder je nach Sorte auch kleine Gruppen.
Japan
150- 400 cm
Mai- Juni
Diese Pflanze liebt einen sonnig- halbschattigen Standort.
Die Fächerahornarten sind anspruchslos und lieben einen humosen, nicht zu trockenen Boden da Flachwürzler.
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat.
keine

Rutaceae
Die Bitterorange ist eine ursprüngliche Form der heutigen, gezüchteten Sorten, die für Konfitüre gebraucht werden. Sie gefällt durch ihre duftenden, weissen Blüten und die zahlreichen orangen Früchte, die bis in den Winter hängen bleiben. Sie hat lange Dornen mit denen sie sehr gut bestückt ist. Ihr Wuchs ist breit , sparrig und die Triebe und das Laub sind gelbgrünlich gefärbt. In nicht allzu exponierten Lagen sehr gut winterhart.
Als Solitärpflanzen, kleine Gruppen oder als Hecke.
China
- 200 cm
April- Mai
Diese Pflanze liebt einen sonnigen Standort.
Die Bitterorange ist anspruchslos und liebt einen humosen Gartenboden.
Die Vermehrung erfolgt hauptsächlich durch Aussaat.
keine

Cupressaceae
Scheinzypressen sind eine schöne Bereicherung für den Garten. Ihr schmaler, kugeliger bis kegelförmiger Wuchs hat für jeden Garten ein Standort, wo sie, nicht zuletzt wegen ihrer goldenen bis blau- grünen Färbung der immergrünen Belaubung wegen, besonders gut zur Geltung kommen. Die lawsoniana Sorten sind hoch wachsend und benötigen entsprechend viel Platz, während die obtusa Sorten eher klein und gedrungen wachsen und kaum mehr als 2 m hoch werden. Die Art pisifera fällt durch ihre fiederartige Belaubung auf und hat so ihren besonderen Reiz. Die Baumschulen halten ein umfangreiches Sortiment an verschiedenen Sorten zum Verkauf bereit.
Als Solitärpflanzen,je nach Sorte auch kleine Gruppen oder als Hecke.
USA, Alaska, Japan
60- 1000 cm
März- April
Diese Pflanze liebt einen sonnigen Standort.
Scheinzypressen sind anspruchslos und lieben einen humosen, nicht zu trockenen Gartenboden.
Die Vermehrung erfolgt durch Aussaat, Stecklinge oder auch Veredelung.
keine