
Darunter werden die Polyantha- und Floribundarosen zusammengefasst. Diese Polyntharosen zeichnen sich durch Edelrosenähnliche, etwas kleinere Blüten aus. Floribundarosen blühen in Büscheln und mit kleineren Blüten als die der Polyantharosen. Hier findet man eine reiche Auswahl an Sorten in vielen interessanten Farben und Formen.

Die Kletterrosen bilden 2- 3 m lange Ranken und bilden zahlreiche Seitentriebe, an welchen die Pflanzen blühen. Auch hier gibt es sehr unterschiedliche Farben und Formen. Sie eignen sich für Spaliere, Pergolen und andere zum anbinden geeignete stabile Befestigungsmöglichkeiten. Auch die schönen Rosenbögen werden mit diesen Pflanzen geschmückt.

Diese Rosenarten besitzen einen strauchartigen, buschigen Wuchs. Die Grösse und Form wird stark durch den Pflanzenschnitt beeinflusst. Einige Sorten eignen sich auch als Kletterrosen. In dieser Rosenart finden sich auch viele seltene und Wildformen.

Als Bodendeckerrosen bezeichnet man sehr flach, niedrig und breit wachsende Rosenarten, welche kaum einen Rückschnitt benötigen und meist sehr robust sind. Sie werden für Unterpflanzungen und Rabatten verwendet. In grösseren Flächen sind sie ein besonderer Blickfang dank ihrer überreichen Blütenpracht.

Bei Rosen gibt es sehr viele Wildformen und alte Züchtungen, welche sehr spezielle Eigenschaften haben. Hierher gehören auch die Romanticarosen welche vom bekannten Züchter Meilland gezüchtet wurden und zum Teil alte Formen mit den Eigenschaften moderner Züchtungen vereinen. Auch der englische Züchter Austin hat sehr spezielle, dicht gefüllte und auffallende Blütenformen geschaffen, welche in der Kategorie der englischen Rosen zusammengefasst werden.
Über dieses Thema wurde vermutlich mehr Unsinn verbreitet als über jedes andere gärtnerische Problem. Viel zu lange haben die Anforderungen der Aussteller im Vordergrund gestanden, und für Beetrosen im Garten ist ein so radikaler Rückschnitt einfach nicht erforderlich. Aussteller legen im Gegensatz zum Gärtner Wert auf einzelne, besonders schöne Blüten, um sie auf einer Ausstellung zu zeigen. Sehr starker Rückschnitt macht intensives Düngen notwendig, um der Rose zu helfen, wieder neu auszutreiben. Rosenprüfungen haben bewiesen, dass eine Rose um so schöner blüht, je mehr Laub sie trägt. Es empfiehlt sich deshalb, alle nicht blühenden Triebe an der Rose zu belassen.
Gartenrosen werden geschnitten um eine ansprechende Form und eine üppige Blüte zu erhalten. Der beste Zeitpunkt, seine Rosen zu schneiden, ist ein sonniger, frostfreier Tag zwischen Januar und März. Im allgemeinen ist es sinnvoll, hohe Sträucher und Büsche im Spätherbst um etwa ein Drittel ihrer Höhe zu kürzen, um Schnee- oder Windbruch vorzubeugen. Windbruch kann den Stamm aufreißen. Wenn sich der Riss mit Wasser füllt und gefriert, kann die Pflanze absterben. Kräftige Handschuhe und eine scharfe Rosenschere sind unentbehrliche Werkzeuge für den Rosenschnitt. Eine Astschere und eine Baumsäge sind nützlich, um dicke Triebe zurückzuschneiden und Stümpfe zu entfernen. Für Zwergrosen ist eine gute Schere empfehlenswert.

Als Strauch wachsende Rosen können drei bis fünf Jahre lang fast ohne Rückschnitt wachsen gelassen werden, abgesehen vom Entfernen verwelkter Blüten. Ab und zu kann ein alter Trieb an der Basis entfernt werden, um die Bildung neuer Triebe anzuregen und um zu verhindern, dass die Pflanze zu dicht wird. Mit diesem massvollen Schnitt schaffen Sie die Grundlage für große und attraktive Sträucher. Man kann Strauchrosen aber auch jedes Jahr so schneiden, als wären sie grosse Beetrosen. Manche, besonders die neueren Sorten, entwickeln sich, wenn man sie wachsen lässt, zu hübschen niedrigen oder mittelhohen Kletterrosen. Einmalblühende Strauch- und Wildrosen, die alle nur an den Vorjahrestrieben blühen, sollten erst nach der Blüte im Sommer geschnitten werden. Hierbei werden nur alte, verholzte Triebe an der Basis entfernt und der Strauch ausgelichtet, ohne seine natürliche Gestalt zu verändern.

Zuerst wird totes, krankes oder verletztes Holz entfernt. Krankes Holz erkennt man in der Regel an einer Verfärbung im Mark der Zweige. Es wird so weit zurückgeschnitten, bis das Mark weiss ist, selbst wenn dann der gesamte Zweig entfernt werden muss. Jedes Jahr sollte der jeweils älteste Trieb an der Basis entfernt werden. Das fördert die Verjüngung der Pflanze. Anschließend werden die verbleibenden Triebe auf ca. 15-25 cm eingekürzt. Dünne, verzweigte Triebe sollten noch ein Jahr als Starthilfe für die nächste Saison stehen bleiben. Floribundarosen werden wie Teehybriden behandelt. Bei steil aufrecht wachsenden Beetrosen ist es empfehlenswert, über einem nach aussen gerichteten Auge zu schneiden, um einen breiteren Wuchs der Pflanze zu erhalten.

Bei einer richtig aufgebundenen, öfterblühenden Kletterrose ist das Zurückschneiden eine einfache Angelegenheit. Zuerst wird alles tote, kranke und verletzte Holz entfernt und alle Seitentriebe, egal, welcher Länge, werden auf Stümpfe von 5-8 cm Länge zurückgeschnitten. Wenn an der Spitze eines Langtriebes nicht gerade eine Blüte steht, wird dieser überhaupt nicht zurückgeschnitten. In solchen Fällen solltest Du bis zum ersten Seitentrieb zurückschneiden; dieser kann anschließend die Führung übernehmen. Erst wenn der Haupttrieb die für die Rose vorgesehene Höhe erreicht hat, wird die Spitze gekappt. Alle ein bis zwei Jahre - beziehungsweise wenn ausreichend Triebe (d.h. mehr als drei) vorhanden sind - sollte der älteste Trieb an der Basis entfernt werden. Durch diese Massnahme wird die Bildung neuer Triebe von der Basis her angeregt. Manchmal empfiehlt es sich den ältesten Trieb zu belassen und dafür einen jüngeren zu entfernen, der dann mit seinem Neuaustrieb eine bestehende Lücke füllen kann.

Vermeide es, bei Ramblerrosen die Triebe nach der Blüte sofort abzuschneiden. Infolge dieses Eingriffs müsste die Pflanze nämlich sonst viele neue Triebe für die nachfolgende Saison bilden, was jedoch ein kräftiges Düngen voraussetzt. Grundsätzlich sollte man Rambler wachsen lassen, kleine Seitentriebe auf zwei bis drei verbleibende Augen einkürzen und alte, verholzte Triebe im Winter oder nach der Blüte möglichst an der Basis entfernen. Ein derartige Auslichtungsschnitt erhält und fördert den natürlichen Wuchstyp. Bodendeckerrosen brauchen nur wenig oder gar nicht zurückgeschnitten zu werden. Man sorgt nur dafür, dass sie nicht zu üppig wachsen. Ältere Pflanzen kann man radikal verjüngen.
Wichtiger als der Rückschnitt ist bei Kletterrosen und Ramblern das Lenken der Triebe. An Mauern und Zäunen können die neuen Triebe leicht gebogen und angebunden werden. Die Haupttriebe sollten so waagerecht wie möglich, wenigstens fächerförmig angebunden werden. Ist der Platz an der Mauer beengt, z.B. zwischen zwei Fenstern, sollten die Triebe über Kreuz gezogen werden, damit die ganze Fläche bedeckt wird. An Säulen und Bögen können die Triebe spiralförmig gezogen werden. Dadurch fördert man die Bildung vieler Seitentriebe und erreicht ein Optimum an Blütenbildung. Gestatte einer Kletterrose nicht, die Triebe senkrecht in die Höhe schiessen zu lassen; dies führt nur zu kahlen Stämmen im unteren Bereich. Wenn Kletterrosen in vollem Laub stehen, bieten sie dem Wind natürlich eine grössere Angriffsfläche. Aus diesem Grund ist eine kräftige Stütze nötig. Verzinkter, kunststoffummantelter Draht, durch Ösen an der Wand befestigt, eignet sich für Mauern und feste Flächen ebenso wie Holz- oder Metallspaliere. Bögen und Säulen müssen sehr solide gebaut sein und im Boden fest verankert werden. Sowohl Kletterrosen als auch Rambler sehen reizvoll aus, wenn sie entlang von dicken Seilen oder Schiffstauen wachsen, die zwischen niedrige Pfosten gespannt sind.

Als Rosenhochstämme werden Buschrosen bezeichnet, die auf einem langen Stamm stehen. Sie werden jedes Jahr so zurückgeschnitten, dass sich im Sommer eine hübsche Kugel ergibt. Bei einer Kaskadenrose (Rambler auf Hochstamm) sollten alte Triebe nach der Blüte ganz entfernt werden, wenn genügend neue Triebe nachgewachsen sind. Junge Langtriebe sollten nicht zurückgeschnitten, aber, falls nötig, heruntergezogen und mit der Spitze am Stamm festgebunden werden. Grosse, vernachlässigte Rosen sollte man stark verjüngen und mindestens auf ein Drittel der Trieblänge zurückschneiden. Altes und krankes Holz wird ganz entfernt. Gedüngt wird im zeitigen Frühjahr und nochmals im Sommer. Bei einer vernachlässigten Hochstammrose empfiehlt es sich, die Triebe der Krone auf etwa 10 cm über der Veredlungsstelle radikal zurückzuschneiden. Bei Kaskadenrosen werden alle alten Triebe an der Basis bis auf maximal sechs möglichst noch junge Triebe entfernt, die dann, wenn sie älter als zwei Jahre sind, noch auf ca. 25 cm zurückgeschnitten werden. Eine Düngung im Frühjahr und eine zweite im Sommer ist ratsam. Wenn eine vernachlässigte Kletterrose noch blüht, reicht es, sie nur etwas stärker als normal zurückzuschneiden. Handelt es sich jedoch um eine sehr alte Pflanze, die keine Blüten mehr hervorbringt, kann man alle Triebe bis auf ca. 30 cm über der Basis zurückschneiden und hoffen, dass sie neu treibt.