Steinobst ist die Bezeichnung für alle mit einem Fruchtstein, der den eigentlichen Samen beinhaltet, versehenen Früchte. Hier gibt es Pflanzen mit verschiedenen Ansprüchen an Klima und Boden. Der Pflanzvorgang entspricht jenem, welcher bei den Kernobstarten beschrieben ist. Auch bei diesen Arten ist der richtige Pflanzenschnitt ganz wichtig. Pflanzenschutz ist bei vielen Arten ein Thema und wenn Du eine brauchbare Ernte haben willst, nicht ganz zu umgehen. Bei Kirschen, Aprikosen und Pfirsichen ist Rindenbrand eine gefürchtete Krankheit, welche man mit vorbeugenden Winter- oder Voraustriebspritzungen weitgehend verhindern kann.

Kirschen gibt es in vielen Sorten. Neben dunkel gefärbten und gelben gibt es auch die roten Sauerkirschenarten, welche sich für Konserven oder Konfitüren besonders eignen. Kirschen werden meist als Halb- oder Hochstamm gepflanzt. Vor der Reife unbedingt mit einem Netz oder dergleichen vor Vogelfrass schützen.

Pflaumen sieht man bei uns Heute nicht mehr so viele. Es gibt sie in gelben, grünen und dunkelroten Sorten. Die Erntezeit reicht von Mitte Juli bis Mitte August. Die Früchte sind zum Sofortverbrauch oder für Konfitüren geeignet.

Mirabellen sind zuckersüsse leuchtendgelbe kleine Früchte, die vielfach als Spalier gezogen werden. Heute gibt es nicht mehr sehr viele Pflanzen im Anbau, da sie vor allem für Konfitüre verwendet werden. Auch zum Schnapsbrennen sind sie sehr gut geeignet. Ernte Ende August bis Anfang September. Reineclauden sind von leuchtendgelb bis grüngelb gefärbt und gross. Sie sind saftig und Süss und reifen von Anfang August bis Anfang September.

Alle Zwetschgen haben bläulich gefärbte Früchte die, je nach Sorte, von Mitte Juli bis Anfang Oktober geerntet werden. Sie werden meist als Halb- oder Hochstamm angepflanzt und für viele Zwecke verwendet.

Bei uns werden Aprikosen oft als Spalierpflanze gepflanzt, weil an einer geschützten, sonnigen Hausmauer das Klima besser für diese Pflanze, die vorwiegend im Mittelmeerraum wächst, geeignet ist. Pfirsiche und Nektarinen werden ebenfalls vorzugsweise als Spalier gepflanzt, da sie wärmere, geschützte Lagen bevorzugen. Im Tessin oder ähnlich warmen Gebieten ist auch ein ungeschützter Freilandanbau möglich.